Hr. C seineszeichens nebenberuflicher Volblutjäger, hatte in einem Jagdjahr keine Jagdgelegenheit vorläufig erhalten.
Er verfügte allerdings über ein größeres Haus mit ansehnlichen Garten.
Tage bevor seine Frau für eine Woche zu einer Weiterbildung in eine entfernte Großstadt musste, inspizierte ihr Mann gründlichst den Garten.
Machte Skizzen vom Gemüsebeet und den angrenzenden Kirsch-und Äpfelbäumen. Maß die Terasse ab sowie das umgrenzende Blumenbeet.
Als nun Frau C von der Weiterbildung nach Hause kam glich ihr Garten einer Festung.
Am alten Kirschenbaum befand sich eine 8m hohe Ansitzkanzel mit Fenster zum Nachbargarten von Frau A. Mit dieser Nachbarin lag ihr Mann schon seit Jahren im Klintsch.
Da Herr C. ebenfalls im Dauerstreit mit seiner Schwiegermutter Frau B war, stand im Blumenbeet bei der Terasse eine Ansitzleiter. Deren Blickrichtung zielte geradewegs auf das Küchenfester von Witwe B..Nur unter Androhung der Scheidung von Frau C. verließ Hr. C. seinen dritten Ansitz, auf den er bei Eintreffen seiner Frau in grüner Lodenjacke und Drilling saß. Einer 10m hohen Ansitzkanzel, mit betonierten Füßen, der zwischen zwei Äpfelbäumen postiert war.
Die Blickrichtung zeigte auf das Schlafzimmer der Noch-Eheleute C.
